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Malaienstandard
Herkunft:
Ein Urhuhn Indiens (nicht aus Malaysia!), das Anfang des 19.Jahrhunderts
nach Europa kam und zur Herauszüchtung verschiedener Rassen benutzt wurde.
Zuerst anerkanntes Rassegeflügel in Deutschland ab 1834. Quellen: Wilfried Detering “Kämpfer und Zwergkämpfer der Welt”
Seite 48; Paul Doll „BDRG-Chronik
zum 100 jährigen Jubiläum” Seite 32; Dr. Horst Schmidt „Handbuch der Nutz-
und Rassehühner” Seite 46.
Bedeutung:
Reines Sporthuhn zu Ausstellungszwecken und.zur Erhaltung des genetischen
Pooles! Berühmter Winterleger! Es handelt sich um eine der ältesten Rassen
in Menschenhand (seit 5000 Jahren!) und um die größte und schwerste
Hühnerrasse! Schon vor 1570 in Deutschland gezüchtet! Wurden schon kurz nach
der Entdeckung des Seeweges nach Indien von Vasco da Gama am 20. Mai 1498 in
Frankfurt a.M. gezüchtet! Das berühmte Meisterwerk “Küchenstück und die
Hochzeit von Kana” von Ludger tom Ring zeigt in einem Stilleben eine
weizenfarbige Malaienhenne! In Frankfurt mit Ölfarben auf Buchenholz gemalt
im Jahre 1570. Zu sehen im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte, Münster, Domplatz, Deutschland.
Gesamteindruck:
Ein sehr großes, sehr hochgestelltes, sehr muskulöses Huhn mit sehr kurzem,
knappem, dicht anliegendem Gefieder; fast senkrecht hochgereckter Haltung,
raubvogelartigem Kopf und finsterem Blick. Die hinteren Begrenzungslinien
des Halses, der Rückenwirbelsäule und des Schwanzes bilden drei Bögen, die
besonders bei der Henne deutlich hervortreten. Zur Unterstreichung des
Mittelbogens hochangelegte Flügel in beiden Geschlechtern; kampflustig, kühl
und entschlossen im Charakter. 70-80cm groß.
Rassemerkmale Hahn:
Rumpf: ausgesprochen breit; mit nach oben gewölbter Rückenlinie;
eckig vorstehende, sehr hochgezogene Schultern; nach hinten sich eiförmig
stark verjüngend; fast senkrecht getragen; mit sehr spärlichem Gefieder
bedeckt, so dass die rötliche Haut an einzelnen Stellen durchschimmert.
Hals: lang; aufrecht getragen; mit ganz kurzem, spärlichem Behang,
der die Schultern nicht erreichen darf; der Hals ist unmittelbar hinter dem
Kopf dicker und verjüngt sich etwas nach unten.
Rücken:
breit; lang; gewölbt.
Schultern:
mächtig breit; sehr hervortretend; abstehender Flügelbug.
Flügel:
kurz; breit; vorn hochgezogen; hoch getragen, so dass die Flügelspitzen auf
dem Sattel liegen. Beim Hahn manchmal seitlich getragen.
Sattel:
spärlicher Behang.
Schwanz:
schmal; von mäßiger Länge; etwas gesenkt getragen; nur mäßig gebogene
Sicheln.
Brust:
breit; rund, nur schwach gewölbt; mit Hals und Schenkeln annähernd eine
gerade Linie im Lot bildend; das nackte Brustbein tritt bei rassigen Tieren
etwas hervor.
Bauch:
wenig entwickelt.
Kopf:
mäßig lang; sehr breit; mit tief liegenden Augen und stark
hervortretenden dachartigen Augenbrauen; der Schädel setzt sich im Genick
stark ab.
Gesicht:
rot; fein im Gewebe.
Kamm:
kleiner, breiter Wulstkamm, einer halben Walnuss gleichend, frei von
Auswüchsen; auf dem hinteren Schnabel und der Stirn sitzend.
Kehllappen:
nur angedeutet. An der Kehle nackte rote Haut, die sich bis zum Oberhals
hinzieht (Wamme).
Ohrlappen:
rot; sehr klein.
Augen:
perlfarbig bis gelblich, mit finsterem Ausdruck; bei Jungtieren gelb bis
orangefarbig gestattet.
Schnabel:
starke Substanz; gekrümmt; gelb oder hornfarbig.
Schenkel:
lang; muskulös; mit sehr knapper Befiederung; sich deutlich vom Körper
abhebend.
Läufe:
lang; kräftig, doch nicht zu grob geschuppt; mit starken, stumpfen und
geraden Sporen; tiefgelb, bei Schwarzen und Wildfarbigen weidengrüne Läufe
gestattet.
Zehen:
gut gespreizt; lang; lange scharfe Nägel und lange fest aufgesetzte
Hinterzehen.
Gefieder: hart; knappe Flaumbildung.
Rassemerkmale Henne:
Etwas weniger groß; auch flacher in der Haltung.
Grobe Fehler Rassemerkmale:
Fehlende Größe, geringe Höhe, weiche Formen; waagerechter Rücken; flacher
Rücken, gesenkte
Schultern; kurzer Hals; rote Augen (im 1. Jahr orangefarbene oder hellrote
Augen erlaubt!); hoch getragener Schwanz; nicht vortretende Schenkel; dünne
Läufe; langer, schmaler Kopf, dünner Schnabel; langes, weiches Gefieder.
Farbenschläge:
Weizenfarbig:
Hahn: Kopf, Hals- und Sattelbehang goldigbraunrot; brauner Rücken;
rote Schulterdecken; die großen Flügeldecken bilden ein breites, schwarzes,
glänzendes Querband; die Handschwingen sind an der Außenfahne braunrot, ein
Flügeldreieck bildend; Vorderhals, Brust, Bauch, Schenkel und Schwanz
schwarz mit grünem Glanz.
Henne: Kopf, Halsbehang braunrot, teils mit schwarzem Schaftstrich.
Rücken, Sattel, Schwanzfedern, Flügel, Schenkel und Bauch semmel- bis
rötlichgelb. Vorderhals und Brust mattgelb, die Federn der Brustseiten mit
rötlichem Rand und hellem Federschaft; Hinterteil rostgelb. Schwanzfedern
und Schwingen schwarz mit bräunlich gepfeffertem Rand.
Fasanenbraun:
Der Hahn gleicht dem weizenfarbigen Hahn, nur sind Rücken, Schulterdecken
und Behang etwas dunkler, der Behang manchmal fast schwarz. Die Henne
ebenfalls mit möglichst dunklem Hals, übriges Gefieder mehr mahagonibraun
mit schwarzer einfacher Säumung der Feder.
Wildfarbig:
Hahn: Kopf-, Hals- und Sattelbehang braunrot mit schwarzer
Schaftstrichzeichnung; Schultern und Rücken dunkelrotbraun; Handschwingen
schwarz mit braunem Außensaum; Armschwingen Innenseite schwarz, Außenseite
braun, das Flügeldreieck bildend; Flügelbinden schwarz; Brust, Bauch und
Schenkel schwarz mit brauner Zeichnung.
Henne: Kopf- und Halsgefieder goldbraun; Halsbehang mit Säumung;
Mantelfarbe rotbraun mit grober Rieselung und hellbrauner Nervzeichnung mit
oder ohne Säumung; Brustfarbe goldbraun mit oder ohne Säumung; Schwingen
innen fast schwarz, außen braun; Schwanz schwarzbraun; Untergefieder
dunkelgrau.
Rotgesattelt:
Diese Mutation löscht das schwarze Pigment und lässt nur das rote Pigment
erscheinen. Die farblosen Plätze in der Feder erscheinen deshalb weiß! Der
beim Hahn rote Schulter-Flügelbereich im Farbenschlag `wildfarbig´ verbleibt
deshalb als Rest und zeigt den namensgebenden roten Sattelfleck. Dieser
Farbenschlag muss notwendigerweise auf Basis `wildfarbig´ gezüchtet werden,
um die notwendige Lachsbrust der Hennen zu erzielen! Denn die wildfarbigen
Hennen zeigen oftmals die Lachsbrust! Auf Basis `weizenfarbig´ erscheint der
Hahn zwar gleich, aber die Henne fälschlich nur in pink! Sind in Farbe und
Zeichnung nachsichtig zu beurteilen, müssen aber in den Rassemerkmalen
höheren Ansprüchen genügen.
Weiß:
Bei den Hähnen macht sich meist gelblicher Anflug im Behang bemerkbar, der
bei der Seltenheit des Schlages mild zu beurteilen ist. Das weiße Gefieder
ist viel härter als pigmentiertes! Deshalb sind die Schwanz- und
Flügelfedern oftmals abgestoßen. Besonders verursacht beim Hahn vor dem
Krähen durch das geräuschvolle Zusammenklatschen der Flügel über dem Rücken!
Schwarz:
Rein Schwarz ohne andersfarbige Federn in beiden Geschlechtern.
Gesperbert:
Jede Feder im mehrfachen Wechsel von Schwarz und Lichtblau leicht bogig quer
gebändert; beim Hahn in gleicher Breite, bei der Henne sind die dunklen
Federteile etwas breiter als die hellen. Die Zeichnung ist nicht scharf, das
Untergefieder nur schwach gezeichnet. Etwas dunkel angelaufene (wie ein
Mosaik) Lauffarbe bei Hennen ist milde zu beurteilen.
Porzellanfarbig:
Das Untergefieder ist dunkel, der sichtbare Teil der Feder rotbraun mit
großer, schwarzer Tupfe und weißer Perlenzeichnung. Bei beiden Geschlechtern
zwei weißgeperlte Binden über den Flügeln. Oft ist der Weißanteil bei
älteren Tieren größer als bei Jungtieren! Deshalb kann man in der Jugend zu
dunkle Tiere später besser ausstellen! In Zeichnung und Farbe nachsichtig zu
beurteilen!
Grobe Fehler:
Schwere Farbfehler des Gefieders. Sichtbare Einkreuzungen anderer Rassen.
Gewichte:
Hahn 4 - 6,5 kg; Henne 3 - 4 kg
Bruteier-Mindestgewicht:
55 - 60 g
1. Legejahr: Bis zu 120 Eier
Schalenfarbe der Eier:
Bräunlich oder cremefarben
Ringgrößen:
Hahn ø 24 mm,
Henne ø 22 mm
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Malay standard description
Origin:
Ancient game fowl from India (not descending from Malaysia!), introduced to
Europe shortly after discovering the sailing way to India through Vasco da
Gama at may 20th 1498. Famous masterpiece “Kitchen piece and the Wedding of
Kana” of Ludger tom Ring shows a wheaten Malay hen! Oil painted on beech
wood in Frankfurt in year 1570, exposed in Governmental Museum of Art and
Culture History, Muenster, Domplatz, Germany.

Meaning:
First acknowledged fancy fowl in Germany since 1834 (Wilfried Detering
“Kämpfer und Zwergkämpfer der Welt” page 48, Paul Doll“ Chronik des BDRG”
page 32; Dr. Horst Schmidt „Handbuch der Nutz- und Rassehühner” page 46!
Pure sport chicken for exhibitions. Also used, to develop a lot of
agricultural and fancy fowl breeds. Very worthy genetically pool. The
biggest and tallest chicken, since 5000 years in human hand! Famous winter
layer!
General impression:
A very large, very upright standing, very muscled chicken with short, scarce,
closely fitting plumage; nearly perpendicularly high-strained attitude,
bird-of-prey-like head appearance and dark view. The rear border lines of
the neck, the back spine and the tail are forming three characteristic bows,
which particularly is more stepping out with the hen. Both sexes should have
the wings high-carried to underline that optical effect; combat behaviour,
coolly and decided in character. 70-80cm height.
Breed characteristics
Rooster:
Trunk broadly expressed; with curved upward back line; angularly managing,
very pulled up shoulders; to the rear itself egg-shaped tapering; nearly
perpendicularly carried; covered with very scarce plumage, so that the
reddish skin can gleam through.
Neck: Long; upright carried; with completely short, scarce plumage, which is
not allowed to reach the shoulders; the neck is directly thicker behind the
head and tapers themselves somewhat downward.
Back:
Broad; long; bended back spine.
Shoulders:
Powerfully broad; very much stepping out; distant wing nose.
Wings:
Brief; broad; pulled up in front; highly carried, so that the wingtips can
lie on the saddle. Casually at the rooster sometimes carried laterally.
Saddle:
Scarce feathering.
Tail:
Narrowly; of moderate length; something carried lowered; moderately bent
sickles.
Chest:
Broadly; approximately, softly curved; with neck and thighs approximately
forming a straight line; the naked breastbone should step something out at
racy birds. Belly: Less develops.
Head: Moderately long; very broadly; also eyes lying deeply and strongly out
stepping brows; the skull strongly sets off in the neck.
Face: Red; finely in the tissue.
Comb: Small, broad bulge comb, resembling a half Walnut, freely of
excrescences; sitting on the rear beak and the forehead.
Wattles:
Only suggested. At the throat bare red skin, which drags on up to the upper
neck.
Ear rags:
Red; very small.
Eyes:
Pearlish-coloured to yellowish, with dark expression; at young birds yellow
to orange colour is permitted.
Bill:
Strongly; also column far; curved; yellow or horn-coloured.
Thighs:
Long; muscular; with very scarce feathering; clearly taking off from the
body. Runs: Long; strongly, but scales not too coarse; with strong, blunt
and straight spurs; deep-yellow, the black and partridge ones are permitted
willow-green runs.
Toes:
Well spread and long; long sharp nails and rear toes put on ground firmly.
Plumage: Hard; scarce down.
Breed characteristics hen: Somewhat less largely; also flatter in the
attitude.
Serious mistakes:
Missing size, small height, yields forms; horizontal back; flatten shoulders;
short neck; red eyes (in the 1. year light red or orange eyes permits!);
highly carried tail; not exposed thighs; thin runs; long, narrow head, thin
bill; long, soft plumage.
Colour impacts:
Wheatons:
Rooster: Head, neck and saddle golden-brownish-red; brown back; red
shoulders; a line of dark colour across the middle of the wing caused by the
lower wing covers is forming a broad, black, shining wing bar; the wing
feathers are brownish-red at the external flag, creating a wing triangle;
fore neck, chest, belly, thighs and tail black with green gloss.
Hen: Head, neck brownish-red, partly with black line at each feather.
Back, saddle, tail feathers, wings, thighs and belly roll to reddish yellow.
Fore neck and chest soft-yellow, the feathers of the chest flanks with
reddish edge and bright feather shank; Back part rust-yellow. Tail feathers
and wing feathers black with brownish peppered edge.
Dark:
The rooster resembles the wheat-coloured male, only backs, shoulder covers
and hangers somewhat more darkly, sometimes nearly black. The hen likewise
with as dark at neck as possible, remaining plumage more mahogany-brown with
black single lacing of the feather.
Partridge:
Rooster:
Head, neck saddle brownish-red with black line at feather shaft; shoulders
and back dark-redbrown; Hand flights black with brown external seam; arm
flights inside black, exterior brown, forming the wing triangle; Wing bars
black; chest, belly and thighs black with brown markings.
Hen:
Head and neck plumage gold-brown; neck feathers laced; plumage colour
red-brown with coarse pepper and light brown nerve line with or without
lacing; Chest colour gold-brown with or without lacing; flights inside
nearly black, outside brown; Tail black-brown; fluffs (under colour) dark
grey.
Pile:
This mutation deletes the black pigment and is only showing the appearing of
the red pigment. The colourless places in the feather are therefore
appearing white! The red shoulder and wing area at the rooster in the colour
impact `partridge´ is remaining and shows the typical red saddle mark! This
colour impact must be bred to basically `partridge´, in order to obtain the
necessary salmon chest of the hens! Because often the partridge hens are
showing the salmon chest! On base `wheaten´ the rooster appears alike, but
the hen falsely only in pink! Are to be judged in colour and marking
indulgently, must be sufficient however in the race characteristics for
higher requirements.
White:
At the roosters usually yellowish approach in the saddle and hackle becomes
apparent, which is to be judged mildly comparing the rarity of this impact.
Typical extra hard consistence of the white feather is often causing broken
feathers in wings and tail. Mostly caused by noisy clapping the wings
together over the back before crowing.
Black:
Purely black without any other coloured feathers in both sexes.
Cuckoo:
Each feather in repeated change of black and light-blue easily bended square
barrs; at the male in same width, at female the dark feather part is
somewhat broadlier than the bright part. The barring is not sharply, the
fluffs only softly drawn. Darkly coloured mosaic scales at legs at hens, is
to be judged mild.
Spangled or porcelain:
Dark underfluff, the visible part of the plumage red-brown with large, black
spots or tips and white pearl drawing. Both sexes should have two white
pearled wing bars. Older exemplars often have better white parts in the
plumage. So one can show the too dark birds in youth better in later years.
Culling of too dark birds should be well planned!
Serious mistakes:
Grave colour defects of the plumage. Visible crossings of other breeds.
Weights:
Rooster 4-6 kg;
Hen 3-4 kg
Hatching egg minimum weight:
55 to 60 g
1st year: up to 120 eggs
Egg colour:
'Brown to creamy.
Ring sizes:
Rooster ø 24 mm,
hen ø 22 mm
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